Phnom Penh - Cambodia


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Straßenkinder – Ein Leben in der Perspektivlosigkeit?

Erschienen 2009 im  Der GRIN Verlag

 

Straßenkinder – Ein Leben in der Perspektivlosigkeit?

Untertitel: Ein Vergleich der Sozialen Arbeit mit Straßenkindern in Deutschland und Ländern der Dritten Welt - Unter besonderer Berücksichtigung der Situation in Kambodscha

ISBN (E-Book): 978-3-640-40106-2
ISBN (Buch): 978-3-640-40069-0

 

Zusammenfassung / Abstract

Die vorliegende Diplomarbeit beschäftigt sich mit der Straßenkinderthematik, [...] deren Leben von dieser ‚ untypischen‘ Form von Wohnen geprägt ist, und mit der Verschiedenartigkeit der Auswirkungen, die dieses ‚andere‘ Leben, je nach Entwicklungsstand des Landes, in dem diese Kinder leben, mit sich bringen. Als Beispiel hierfür wird ein Vergleich zwischen dem Handlungsfeld der Straßensozialarbeit mit Straßenkindern in Deutschland und dem der Sozialarbeit in Ländern der Dritten Welt herangezogen. Zur Verdeutlichung letzterer dient die genauere Betrachtung der Situation in Kambodscha. Meine diversen Auslandserfahrungen in der Arbeit mit Straßenkindern und insbesondere meine halbjährige Arbeit in Kambodscha hatten mein Interesse an dieser Thematik geweckt und mir bewusst gemacht, wie problembehaftet ein Vergleich zwischen diesen beiden unterschiedlichen Lebenswelten - auf der einen Seite Deutschland, auf der anderen Seite ein Land der Dritten Welt – und den unterschiedlichen Arbeitssituationen ist. Die Beleuchtung der deutschen Komponente ist von großer Bedeutung, vor allem, um aufzeigen zu können, welche hier relevanten Elemente in den Ländern der Dritten Welt nicht existieren. Die Fragen, die sich mir während meines Aufenthaltes in Kambodscha stellten und als Anreiz zu dieser Themenwahl dienten, waren: Inwieweit ist das Handlungsfeld der Straßensozialarbeit in Deutschland mit der Situation in Dritte Welt Ländern vergleichbar? Inwieweit unterscheiden sich die Handlungsfelder und vor allem das Klientel, - die Kinder? Sind angewandte Methodik und Theorie allgemeingültig? Dass Unterschiede vorhanden sind, scheint von Anfang an selbstverständlich, jedoch soll in den folgenden Ausführungen dar-gestellt werden, welche Details dem jeweiligen Arbeitskontext zuzuordnen sind und die jeweilige Straßensozialarbeit zu einer individuellen, länderspezifischen Herausforderung machen. Wichtig ist bei der Darstellung, dass eine vergleichende Betrachtung nur möglich ist vor dem Hintergrund der jeweiligen gesellschaftlichen Situation, die das Straßenkinderphänomen zur Ursache haben, es in seiner Gestaltung beeinflussen und es letztendlich zu dem machen, was es ist. Vor allem bezüglich des Dritte Welt Kontextes werden konkret die Schwierigkeiten aufgezeigt, die es seitens der Straßensozialarbeit zu bewältigen gilt und die aufgrund struktureller Bedingungen akzeptiert und mit den Arbeitsüberlegungen vereint werden müssen.

 

6.11.09 15:49


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30.1.09 13:05


Erlebnisse...

Ereignisse, Gedanken, Leute, Arbeit... es war wunderschön und wohl eine meiner wunderschönsten Erlebnisse.... Die Arbeit hat mich geprägt, gelehrt und wohl auch erneut ein Stück weit verändert...

Kambodscha.... ein Land das mir sehr ans Herz gewachsen ist...

Ein Land... das ich nicht nur einmal besucht haben werde... es wird zurück gehen.. und dann nicht nur für ein halbes Jahr...

und ein weiterer Blog den es hiermit zu schließen gilt...

3.9.08 14:38


Good Bye Cambodia

Zurück in Deutschland... der Flug ging so schnell...

Hier kalt... in Kambodscha warm... nein heiß!

Freunde dort ich hier.... Keine Arbeit... einfach Zeit zum nichts tun nun... und zum gesund werden...

Schoen hier zu sein... aber seltsam... Ich vermisse das Haus, die Straßen, den Lärm und meine Köchin...

Wieso vergeht Zeit immer so schnell... Noch so gut kann ich mich an den Abschied vor genau 6 Monaten erinnern... An eine geniale Feier in Koblenz, an den Abschied am airport... an Geschenke... An Freude und and Tränen...

Nun wieder Freude und Tränen... so schließt sich wahrscheinlich der Kreis. Es Endet so wie es begonnen hat.

 

Der Abschied mit der Nachbarin..

 

und mit meiner "Housemum"

3.9.08 14:27


Letztes Mal Phnom penh...

Nachtraege zu den letzten tagen und Ereignissen gibt es von Deutschland... keine kraft und keine Zeit zu posten... Krankheiten sind sowas von nervauftreibend und einfach unnoetig.

 

Morgen wieder in Deutschland 

2.9.08 02:37


1.9.08 04:08


Last day...

Letzter Tag… Samstag… trotz Unwohlsein auf die Arbeit… Arbeit gestaltet sich als Feier… Geburtstagsfeier für den Hausvater. Der Mensch der sich dort im Waisenhaus um die Kinder kümmert. Um 09:00 mache ich mich auf den Weg. Um 15:00 geht’s los… soll es los gehen… letztendlich geht es natürlich um 15:00 Uhr kambodschanischer Zeit los… das heißt um 16:00.

Ein wunderschöner letzter Tag… der besser nicht hätte sein können. Kein unterrichten, kein malen, kein basteln, keine vorbereiteten Aktivitäten. Einfach ein Tag mit den Kindern… ungeplant… einfach komme was wolle. Und komme was wolle war einfach nur gut!

Rumsitzen, Raufen, Bolzen, jede Menge Fotos schießen und natürlich Karaoke. Denn Karaoke darf auf keiner Party fehlen. Khmer Karaoke…. Katzenmusik hätte es mein Opa wohl genannt… und an diesem Punkt hätte ich ihm recht geben müssen. Gejaule. - Kambodschanische Musik ist seltsam… finde ich… die Kinder lieben es. Sind ja auch Kambodschanische Kinder… Ich glaube kaum das westliche Ohren diese Töne lieben können… vielleicht wenn man es ganz hart versucht…. Nein, ich denke selbst dann nicht. Jedenfalls Karaoke. Um 10:00 ging es los. Bis zum Ende… Die Jungen singen… die Teenager-Jungen. Sie lieben es…. Sind richtig gut darin wie ich feststelle. Die Mimik, die Gestik, die Tanzbewegungen währenddessen… herrlich… voller Professionalität denke ich mir. Das Zugucken ein Spaß. Über die Art der Musik muss man einfach hinwegsehen.

Dazwischen traditioneller Tanz (das in den wöchentlichen Tanzstunden gelernte wird aufgeführt… in traditioneller Tanzbekleidung selbstverständlich). Danach Essen… zubereitet dank der Hilfe aller Kinder… fast jedes hat zum Schneiden und Curry zermürben beigetragen. Faszinierend diese Teamarbeit! Eine riesengroße Familie eben.

Essen… Curry und kambodschanische Nudeln. Danach Spaß und Rumlauferei und dann ab nach Hause. Müde… noch immer geschwächt… aber schaut man nicht über Schmerzen hinweg wenn man dafür einen wunderschönen aller letzten Tag hatte?!?! Um nichts in der Welt hätte ich diesen wunderschönen Tag verpassen wollen.

Bilder zu sehen unter:

http://fotoalbum.web.de/gast/g.pierenkemper/LastDay

1.9.08 04:06


1.9.08 04:02


Armutsgrenze

Heute liest man im Cambodian Daily:

Die Weltbank hat die Armutsgrenze auf 1,25$ hochgesetzt. Seit 1995 ging man von 1$ aus.  Laut Zahlen aus dem Jahr 2007 leben demnach 42% der Bevölkerung Kambodschas in extremer Armut. 19 % leben von weniger als 1$. Man spricht jedoch innerhalb im Land auch von einer nationalen Armutsgrenze Kambodschas, welche vom Land selber errechnet wurde. Hierbei liegt man bei einer Armutsgrenze von 0.50$ und 0.75$ pro Person/pro Tag.  Auf die Hauptstadt Phnom Penh bezogen liegt die Armutsgrenze bei 3000 Riel, was umgerechnet 0.15 EUR sind.

Das Land fragt sich nun ob es nicht sinnvoller wäre auf die nationalen, individuellen Armutsgrenzen zu schauen oder ob man doch die allgemeine Grenze von nun 1,25$ in Gesprächen und Überlegungen betrachtet.

 [… Nur ein Ausschnitt womit sich die Politik hier zu Lande beschäftigt]

1.9.08 03:59


Zeit...

Zum nachdenken, zum ueberlgen, zum Plaene schmieden… die habe ich wohl… gerade jetzt habe ich die Zeit and der es  mir in den letzten Monaten permanent gefehlt hat. Zeit sich ueber Gegebenheiten Gedanken zu machenn die man in der vergangenen Zeit einfach weit nach hinten geschoben hat. Und nun sind sie aufeinmal da.

Waeren sie nicht in diesem Moment da wuerden sie spaetestens nach meiner Ankunft “zu Hause” auftauchen.

Zeit.. die hat man dank Krankheit in den letzten Tagen jede Menge... mehr oder weniger waehrend dem Tag ueber (denn die Arbeit wollte man trotzdem nicht schleifen lassen)…. Mehr Nachts wenn die Schlaflosigkeit anwesend ist.

Also Denken… Nachdenken.

Die letzten zwei Tage im Waisenhaus wunderschoen… so schoen das man die Schmerzen ganz vergessen hat. Ein Stueck zu hause war dieser Ort…. Dieses Haus voller herzigen Kindern. Jeden einzelne traegt eine Geschichte mit sich… Tage langes Wandern von der Provinz in die Stadt um Plastik zu sammeln und somit Geld zu verdienen… den kleinen Bruder an der Hand den ganzen Weg lang. der Bruder ist wohlbemerkt 5 gewesen, die Schwester 6.

Geschichten voller, Leid, Glueck, Traumata… aber jades Kind im Lachen ganz gross, im geniessen… sie geniessen das Leben. Auch wenn nicht immer auf der richtigen Art und Weise. Sich gegenseitig bestehlen, mich bestehlen, straiten und Kaempfen auf einer ueblen Art und Weise… Alltag im Waisenhaus… Aber da wohnen so viele Kinder zusammen… die moisten Helden im Betruegen, Stehlen, Tricksen und Betteln… Sowas verlernt man wohl nie…

Und dieser Platz ein stueck zu hause fuer mich… bin ich da.. war ich da war es der Platz fuer einen ganzen Tag… ich lasse meine Sachen rumliegen wie alle anderen Auch… Mittags legt man sich einfach irgendwo auf den Boden zwischen irgendwelche Leute um einen Mittagsschlaf zu halten… ich weiss wo alles steht… die Kinder wissen was ich bei mir habe und fuehlen sich mit dem vertraut…. Die Hauseltern fuehren Gespaeche mit mir… die aelteren Jungen treten eher in verbale Kommunikation mit einem… lieben meinen I Pod und Musik…. Die ganz kleinen eher auf Koerperkontakt… versuche ich auf dem Boden zu schlafen hat klein Chrevik immer den Platz neben mir.. oder eher auf mir. Klein Sophan  der juengste im Haus immer am Akrobatik auf mir ueben… das Schlafen faellt schwer.. aber es kuemmert nicht… es ist schoen akzeptiert zu warden… das sich jemand auf dich freut… sicherlich ist es nicht nur meine Person… Voluntiere… Mitarbeiter …. Immer willkommen und akzeptiert… aber nach einem halben Jahr Kambodscha gehoert man irgendwie dazu… morgen eine Party zum Abschluss … und dann heist es Lihei… unglaublich aber wahr.

 

Impressionen der letzten zwei Tage im Waisenhaus… der letzte gepraegt von Facepainting… Fuenf Stunden lachende Gesichter anmalen… fuenf Stunden ohne Bewegung fuer mich.. nur sitzten dort auf dem Balkon… Selbst das Mittagessen voellig vergessen… Faszinierend… die kleinen und die Grossen… Kambodschas Zukunft

 

http://fotoalbum.web.de/gast/g.pierenkemper/2ndLastDay

 

http://fotoalbum.web.de/gast/g.pierenkemper/FacePainting

29.8.08 05:34


Ein halbes Jahr

Freude, Leid, gute Erlebnisse, schlechte Erlebnisse, interessante extravagante Erlebnisse….

Ich blicke zurück auf einem wunderschönen Lebensabschnitt meines Lebens...

Ganz und gar habe ich es nicht bereut Kambodscha als Lebens- und Arbeitsort gewählt zu haben. Es hat mir zwecks Zukunftsperspektiven so viel gezeigt, gelernt und gegeben.

Ich schaue zurück und lasse nochmal alles Revue passieren.

Waisenhausarbeit,

die Slums,

die auf mich gerichtete Pistole,

der Motounfall,

der Thailandtrip,

die Sprache,

neue Freunde,

viele NGOS kennengelernt,

Besuch aus Deutschland,

Scheitern,

Weiterentwickeln,

Faszinierende Menschen,

Märkte,

Frisches Obst,

Khmer Essen,

Meine Köchin,

Mein Motofahrer,

Kinder, Kinder, Kinder

…. Und so vieles mehr.

All das hat mich zu dem gemacht was ich wohl jetzt bin… Leben und Arbeiten in Afrika war prägend… Die Zeit in Asien ebenfalls… Ich werde den Lärm, den Schmutz, das Chaos und die kambodschanische Lebensart vermissen… so sorglos und doch voller Sorgen… freudig…. Faszination pur!

26.8.08 15:23


Bilder...

von einem Nachmittag geprägt von Kaffee&Kuchen.... und Smoothies.

Die Köchin, ihre 2 Söhne, der Sohn unserer Putzfrau und unsere Nachbarin... und Ailsa und ich...

Ein Abschieds KaffeeKlatsch.... 

 impressionen unter:

fotos.web.de/g.pierenkemper/KaffeeundKuchen

24.8.08 10:23


23.8.08 05:01


Außergewöhnlicher Freitag…

mein letzter Arbeitstag auf den Straßen Phnom Penh’s.-Die nächste, meine letzte Arbeitswoche widme ich den Kindern im Waisenhaus. Habe genügend Eindrücke auf den Straßen gesammelt. Sicherlich, es gibt immer wider neue Eindrücke aber zwecks Diplomarbeit wurden schon genügend Gedanken gesammelt. Also Center…

Aber heute noch Straße. Etwas besonderes will man mir zeigen an meinem letzten Tag. Kurzerhand beschließen alle restlichen streetfacillitators uns zu begleiten. Also sind es fünf Motos, meine holländische Mitvolontierin, 5 Streetfacilitators , 2 Japaner (was auch immer deren Aufgabe ist) und ich.

Die Müllkippe…. Ein „Bekannter Platz für das Elends Phnom Penh“. In der Presse, im Feld der Straßensozialarbeit, in der Politik… jeder schenkt diesem Platz seine Aufmerksamkeit. Es heißt der „schlimmste Platz Phnom Penhs“… (das mit dem „schlimmsten“ kann man wohl so oder so sehen). Als Sozialarbeiter etwas was man hier wohl unbedingt gesehen haben muss sagt man mir. Es geht hierbei nicht um einen Besichtigungsausflug, eine Touristenattraktion nicht um einfach Leid sehen und bestaunen zu können es geht bei einem Besuch um viel mehr… um zu Verstehen… es hilft zu verstehen wieso, weshalb warum…. Diese Leute dort und auf den Straßen das machen was sie machen.

Also Müllkippe… Menschen und vor allem Kinder vor , auf und in ihr. [siehe pictures unter: [http://fotoalbum.web.de/gast/g.pierenkemper/Muelkippe]

Viele Kinder ersticken im Müllberg auf ihrer Suche nach Plastik, Papier, etc. an den chemischen Dämpfen. Wir (Mariel und ich- der Rest ist nicht so schamlos im sich mit Matsch zu übersäen) klettern die Matschstraße zur Kippe hoch. Umso näher man kommt um so größer wird der Berg vor einem. Erst ganz nah an ihm wird uns seine volle Größe bewusst. Erschreckend und irgendwie auch doch nicht. … einfach nur gewaltig.

Um den Tag noch spezieller zu machen fahren wir hinter zum Haus eines Kollegen und verbringen somit die darauffolgenden Stunden außerhalb der Stadt. Erst um 14 Uhr müssen wir zurück im Office zum Meeting zurücksein. Wieso sollte man an solch einem herrlichen sonnigen Tag auch seine Arbeitszeit mit Arbeiten verbringen.

Also raus aus der Stadt. Es gleicht einem Familientagesausflug. Fünf Motos, Neun Leute die an jeder zweiten Ecke stehenbleiben um auf die Zurückliegenden zu warten.

Der Kollege wohnt außerhalb.

Außerhalb stellt sich als 45 Minuten Landweg heraus.

Außerhalb stellt sich auch noch als wunderschön heraus und macht mir daher absolut gar nichts aus.

Reisfelder, unbefestigte Straßen, Straßenstände, Kühe und Ziegen auf den Straßen… etwas in das man in Phnom Penh City wohl nicht in den Genuss kommt. Lunch, gekocht von seiner Frau. Fisch, Reis, Hühnchen, Salat, Erdnusssoße und jede Menge Obst. Die Frauen unter unserer Besuchertruppe helfen eifrig bei der Zubereitung (Mariel und ich nicht…. Die Japanerin wohlbemerkt ebenso wenig).

Wir und Mr. Vithear essen Obst. Lunch. Sehr gut. Der Fisch und die Erdnusssoße ein Gedicht!

Danach Schlafen. Nicht für uns. Auch hier wird man wieder dazu angehalten doch zu schlafen. Wir ziehen einen Spaziergang Richtung Reisfelder vor. Begleitet von Mr. Vithear (der zweite Mann unter unseren Kollegen) gehen wir durch die Reisfelder, schmutzen uns erneut ein, versuchen Kambodschanern zu erklären dass dies gar nicht schlimm ist da man Füße doch schließlich Waschen kann. Wie ruhig und entspannend es ist. Kühe, Kinder (auch hier wieder nackt) laufen über die Straßen, die Frauen sitzen alle auf Holzbarren vor ihren Türen und nähen, schauen oder reden leise miteinander. Fern ab vom lauten Chaos Phnom Penhs (und Phnom Penh ist definit eine der lautesten und chaotischsten Städte die ich kennengelernt habe). Nachdem meine zwei männlichen Kollegen mir zeigen wie man sich „richtig“ die Füße wäscht und es selbst übernehmen nachdem ich wohl nicht auf richtiger Art und Weise meine Füße gesäubert habe sitzen wir (Mariel, der Kollege und ich) draußen auf einer Art „Bank“ und schauen in die Ruhe…. Der Rest der Truppe liegt im Haus (welches nur aus einem einzigen Raum besteht- das Bett befindet sich hinter einem Vorhang, die Kochstelle draußen hinter dem Haus) auf dem Boden verteilt und schläft. Der Anblick genial. Typisch Kambodschaner. Immer Schlafen. Im Büro liegen sie auch in der Mittagspause verteilt auf dem Boden des Meetingraums und schlafen. Ich liebe diesen Anblick immer wieder aufs Neue. Zu Hause doch unvorstellbar.

Um halb zwei (das man zu spät zum Meeting zurück sein wird ist so ziemlich unwichtig) macht sich die Motogruppe wieder auf den Weg Richtung Stadt. Die Sonne scheint immer noch, fast ist es schon zu heiß (meine Kollegen beschweren sich es sei zu heiß, ich jedoch liebe es… fange jeden einzelnen Sonnenstrahl ein bevor es in 1 ½ Wochen wieder ins kalte Deutschland geht.

… und wieder ein weiterer Tag ganz nah am kambodschanischen Leben.

23.8.08 04:08


Experiencestory VIII zu lesen


siehe links „Workexperiences“

23.8.08 04:03


Ein weiterer Tag ganz nah am kambodschanischen Leben

auch heute wieder ein außergewöhnlicher Sonntag.

Der Nachmittag wieder erneut geprägt von einer Einladung ins kambodschanische Leben. Nach meinem Motofahrer nun meine Köchin. „Meine Köchin“, wie schrecklich und seltsam doch dass klingt. „Mein Fahrer“, meine „Köchin“… wenn ich das so betrachte fühle ich mich gerade recht schlecht…

Also die Köchin, eine Herzensdame, eine der wichtigsten Personen hier für mich. Menschlich, herzensgut, emotionsvoll, meine Khmerlehrerin, ganz und gar nicht englischsprechend, die Frau die mich mit Medikamenten versorgt, mir bei einer Grippe Suppe kocht, mir morgens meine Hand hält-einen wunderschönen Tag wünscht und mir ein Stück Ananas in die Arbeitstasche steckt. Der Frau der ich regelmäßig beim kochen helfe,  die Frau die ich in eine internationale Klinik bringe wenn’s ihr schlecht geht, die Frau deren Sohn ich Englischunterricht bezahle… und die Frau die einen wesentlichen Teil dazu beiträgt das meine Kambodschazeit das ist, was sie für mich ist…. Wundervoll!

Ein Nachmittag in ihrem Haus… 3 Kinder und alleinerziehend. Der Mann hat sie nach der letzten Schwangerschaft, wie die meisten Männer hier, verlassen und ist einfach von dannen gegangen. 12, 14 und 20 Jahre  sind die Söhne. Die zwei Jüngsten am Wochenende öfters bei uns im Apartment anzutreffen… fernsehgucken, malen, lachen, die  Terrasse mit Wasser überfluten und mit lebenden Krabben vom Markt als Spielzeug an einem Faden als Leine gebunden durch das Haus wandern…. Herzig, wie ihre Mutter.

Eine Einladung in ihr Haus… heute… ich bin gespannt…

Das Haus klein, aber ich würde es als was Besseres als die „Hütten“ über die ich sonst schreibe bezeichnen. Auf Stelzen… Ein großer Raum, in der Mitte abgetrennt von einer halben Wand. Es ist dunkel, aber es gibt Elektrizität. Auch wenn die Leitungen (definitiv selbstgelegt wenn man diese betrachtet) Ganz sicher sind diese jedoch nicht denke ich mir. Kurze Zeit später erfährt man auch, dass der Fernseher einige Wochen zuvor aufgrund der Leitungen explodiert ist. Meine Meinung über den Sicherheitsaspekt wird also mit einem praktischen Beispiel bestätigt. So verbringen wir 2 Stunden an diesem Ort… mit Wasser, Kindern die Ausmalbücher und unsere mitgebrachten Khmer-Englisch-Bücher offensichtlich gerne haben und rumsitzen. Die Mutter unserer kambodschanischen „Mutter“ hält meine Hand ab und zu ganz fest und umarmt einen aus dem Nichts  kommend. Herzallerliebst strahlt sie einen mit ihrem von rotem  Speichel übersäten Gesicht an… roter Speichel… hört sich grausig an… sieht auch grausig aus… ist aber eine ganz „ungrausige“ Angelegenheit. Zur Erklärung zitiere ich aus einem Reiseführer:

-  Betel hat eine milde, narkotisierende Wirkung die süchtig machen kann. Heutzutage wird die Tradition des Betelkauens fast nur noch von alten Frauen gepflegt, die unschwer an ihren gefurchten blutroten Lippen und den roten Zähnen zu erkennen sind. Ein Betelpfriem besteht aus dem großen flachen Blatt einer Pflanze aus der Familie des Pfeffers, das mit einer Paste aus gelöschtem Kalk bestrichen und um ein Stück Betelnuss gewickelt wird. Das kauen dieser Kombination zieht blutroten Speichel zusammen, der ausgespuckt wird. Betel spielte eine zentrale Rolle in vielen traditionellen Zeremonien. Bei Hochzeiten stand er beispielsweise im Mittelpunkt der religiösen Handlungen, bei denen ein Teller mit Betelblättern sowie schmucke Behälter mit Nüsse und Paste den Ehrenplatz inmitten aller Opfergaben einnahmen. -      

Die Umgebung, die anliegenden Gassen und Häuser, Straßenstände werden auch noch besichtigt. Eine Weberei… solch ein großer Webstuhl unheimlich faszinierend…für mich.

Mein Fahrer auch wieder dabei… immer an meiner Seite.. zum übersetzen, zum lachen und zum einfach Dasein. [nebenbei ist er auch ein guter Bekannter der Köchin]. Beide stets besorgt um mich. Komme ich nicht direkt von der Arbeit nach Hause ruft die Köchin den Fahrer an um zu wissen wo ich bin. Fahrer ruft wiederum mich an um mir zu sagen das Köchin fragt wo ich sei. Mir kann also nichts passieren auf den Straßen in Phnom Penh. Mindestens zwei Leute suchen nach mir… ein komisches aber schönes Gefühl.

So ist dieser Tag im kambodschanischen Leben wunderschön.

Ich danke dafür dass ich solche Erfahrungen und Eindrücke sammeln kann.

Verbildlichungen unter:

http://fotoalbum.web.de/gast/g.pierenkemper/NietsHouse

Zusehen.

21.8.08 12:01


21.8.08 11:15


Strassenkinder... ein Phänomen...

im Hinterraum eines großen Marktes treffen sie sich um zu rasten, um zu spielen, zu streiten und zu schlafen...

Gestern... meine Kamera und große Freude... und von der einen auf die anderen Minute sitze ich zusammen mit Kindern die posen, Gesichter auflegen und ein "Shooting anderer Art" genießen

 

unter

http://fotoalbum.web.de/gast/g.pierenkemper/PosingStreetKids

21.8.08 11:10


Kollegen

machen den Arbeitstag zu dem was er letztendlich ist… immer wieder merk ich wie angenehm es doch ist sich mit Menschen auszutauschen, zu fragen, andere Meinungen einzuholen oder einfach zu mehreren  zu sein. Gerade wenn es um Probleme, Menschen, soziale Gegebenheiten geht ist es doch wichtig stets im Austausch zu stehen. Teamarbeit nennt man wohl dies. Der eine ist dafür geschaffen, ein anderer wiederrum ganz und gar nicht und bevorzugt doch für sich alleine zu sein und zu arbeiten.

Freitag war wieder solch ein Tag der mir gezeigt hat wie angenehm es ist im Team zu arbeiten. Abgesehen davon, dass der Arbeitsvormittag dank langweiligem Geschehen auf der Straße sehr ermüdend war…. Doch war es schön zwei meiner Kollegen an meiner Seite zu haben. Auch wenn ich vor lauter Müdigkeit in der Pagoda auf einer Bank eingeschlafen bin. [aber dies nur am Rande] Zum Mittag wurde ich in ein kambodschanisches Straßenrestaurant [was soviel wie ein paar Stühle und Tische auf dem Bürgersteig bedeutet] eingeladen. Auch dass erfahre ich nur dank meinen Kollegen. Und sicherlich gibt es auch verschiedene Arten von Kollegen… gute und schlechte… angenehme und unangenehme. Besserwisser und Verständnisvolle, Teammenschen und totale sozial Ungeeignete. Erfahrungen die wohl jeder schon mal gemacht hat.

Im sozialen Arbeitsfeld jedoch sehr unvorteilhaft nicht fähig im Team arbeiten zu können. Nicht unabdingbar nicht zu meistern, jedoch unheimlich erschwerend…. Nach meiner Meinung nach.

Und muss denn nicht jeder lernen mit Menschen kooperieren zu können, sich selbst nicht all zu wichtig zu nehmen, bzw. sich wichtig nehmen und an sich glauben aber auch fähig sein von dieser Meinung etwas abweichen zu können. Und auch hier geht es wieder um ein Mittelmaß zwischen zwei Extremen (wie wohl überall)…. Man muss von dem was man macht überzeugt sein, dahinter stehen und seine Meinung vertreten können, jedoch auch so weit offen sein um andere Meinungen und Vorgehensweisen akzeptieren und sich manchmal auch von ihnen belehren lassen zu können.

Sicherlich wird man immer mal scheitern, dass gehört zum ganz normalen Leben… privat und auch im Beruf. Jedoch ist ein Scheitern doch einfacherer zu verkraften wenn man Leute um sich hat die einem dabei helfen es zu verarbeiten, es zu verkraften oder mit denen man gemeinsam Scheitert.

Einzelgänger können auch fabelhafte Menschen sein… doch im sozialen Beruf- meiner Meinung nach die Menschen die es nicht leicht haben.  

17.8.08 07:48


Ein Tag im kambodschanischen Leben….

Bzw. einen Tag lang näher dran als normal….

Mein Motofahrer…. Ein Schatz…. Hilfsbereit… erklärte sich schon nach wenigen Tagen zu meinem Privatfahrer den ich doch immer anrufen könne wenn ich ihn bräuchte…

Ein Engel…. Gutes Englisch…. Extrem gutes Englisch im Vergleich zu den gewöhnlichen Motofahrern…. Mein „Motodoob“ [wie es auf Khmer heißt]…. Spaß mit ihm die Straßen PhnomPenhs zu befahren jeden Tag aufs Neue. Nun wurde ich in sein Haus eingeladen…. Seine Familie kennenlernen… Zwei Töchter und einen Sohn….. 18, 16 und 14 Jahre alt…. Ebenfalls Engel wie sich heute herausstellte… die Ehefrau ohne jegliche Englischsprachkenntnisse im übrigen auch…

Also… heute… ein Tag mit Pupa’s Familie. Mein Wunsch am Nachmittag vorbei zu schauen wurde sofort abgelehnt mit der Begründung ich müsse einen ganzen Tag bleiben…. Die Abholzeit konnte ich immerhin noch von 8:00 auf 09:00 verschieben.

Gespannt was mich erwartet den ganzen Hinweg, 10 km Fahrt was auf einem Moto endlos erscheint.

Ein recht schönes Haus, was mich (um ehrlich zu sein) schockt. Erdgeschoss besteht aus Küche und Wohnzimmer, erster Stock aus 2 kleinen Zimmern und das zweite Stockwerk besteht aus einem Badezimmer und einem großen Raum. Überall liegen Matratzen, schließlich wohnt man auch in diesen Räumen mit Kindern, Eltern, Schwägerin, Onkel, Tante, Schwester, etc. …

Ich bin mir den ganzen Tag über nicht so sicher wie viele Menschen letztendlich auf den 3 Etagen wohnen- Ständig sieht man irgendwelche Leute am Zimmer (der Tochter, was man mir gleich am Anfang zugeteilt hat) vorbeihuschen. Jaja, so bekam ich mein eigenes Zimmer. Gefüllt von einem Bett und einem Schreibtisch, einem Meer von Puppen und Stapel voller Schulbücher. Die Zimmer sind allgemein leer, kaum Möbel, die Wand des zweiten Stockwerks ziert jedoch ein großes Whiteboard auf welchem eine Reihe von Englisch-Khmer übersetzten Wörtern steht. Ich frage mich im ersten Moment wie sich diese Familie solch ein Board leisten kann… man muss sich in Unkosten gestürzt haben. Später erklärt mein Fahrer mir dass die Kinder dort jeden Abend neue Wörter lernen und auch ihm beibringen müssen. Daher die Khmerübersetzung.

Ich verbringe also den Tag in dem Zimmer der Tochter… die Kinder immer an meiner Seite. Ich bekomme ihre Schulbücher zum anschauen, lese etliche Werbeflyer von Universitäten und studiere das Englischlehrbuch meines Fahrers von 1965. Zum Mittagessen kam ich in den Genuss des besten Currys meines Lebens. Gegessen wurde es indem man Brot eintunkte und dieses dann aß. Ein lauter Tisch voller vielen Leuten.

Danach zwang man mich Mittagsschlaf zu halten, da dies wohl jeder tue. Also begab ich mich in „mein“ Zimmer und schaute an die Wand…. Bis die älteste Tochter mich fragte ob ich „chatten“ oder lieber schlafen möchte…. Erleichtert und dankend nahm ich das Angebot zu einer Konversation an. So erfuhr ich etwas über die strenge Erziehung die ihr Vater an den Tag lege, das sie nicht erlaubt sei mit Jungen rauszugehen geschweige denn zu sprechen, was ihr Wünsche und Träume beinhalten und wie sie sich fühle. Danach trug ich meine Hobbies und Vorlieben in ein Kambodschanisches „Meine Freunde Buch“…. Interessant.

Nach der Mittagsruhe waren dann wieder alle drei Kinder anwesend und meine mitgebrachten Origami und Zeichenbücher waren ein voller Erfolg. Jedes Bild und jeder hergestellter Gegenstand wurde aufgehoben, mit dem englischen Wort betitelt und von den Mädels auf Anordnung des Vaters in Khmer Schriftzeichen übersetzt. Es soll an die Wand oben aufgehängt werden und jeden Abend gibt es nun neue Wörter zu lernen… unheimlich gut dass die Kinder dazu angehalten werden ihr Englisch zu verbessern… jedoch zeigt der Vater auch eine sehr ausgeprägte Strenge. Es wird nicht leicht sein unter solch einem Vater aufzuwachsen denke ich mir…

Nach Unmengen an Tee und frisch gebrühten Kaffee konnte ich nach kurzem protestieren seitens der Familie um 16:30 nach Hause aufbrechen.- Schließlich befand ich mich schon sieben Stunden lang im Hause der herzigen Familie.

So wurde ich von meinem Motodoob, der nun wieder als Fahrer (In Hemd und Hose) und nicht als Familienvater (gedresst nur in einem Krama um seine Hüften [ein Tuch] agierte und mich nach Hause fuhr.

Ich hatte die Möglichkeit Sachen zu sehen und zu erleben die mir wohl als normaler Tourist nie ermöglicht worden wären. Durch die Gespräche mit der Tochter wurde mir ein Einblick in eine kambodschanische Erziehung ermöglicht….. ein kambodschanisches Familienessen.

So habe ich an diesem einen Tag ein erneutes, völlig neues Stück Kambodscha erleben dürfen!

13.8.08 14:48


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