Phnom Penh - Cambodia


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Die Welt des Waisenhaus‘….

Aus der Sicht eines Kindes.

Ein Kind aus dem Waisenhaus mit meiner Kamera… alle Bilder… keine Auswahl…. Interessant zu sehen was ein 14jähriges Kind sieht….

Unter:

http://fotoalbum.web.de/gast/g.pierenkemper/AusDerSichtEinesKindes
12.8.08 09:41


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Erkenntnisse der letzten Tage

* Kollegen sind wesentlich einfaher und angenehmer ls KollegINNEN

*So gerne ich Sommerregen lieben... er nervt irgendwann

 * Zusammenleben mit ueber 10 Personen ist auf Dauer doch nerven strapazirend

* Das Leben ist keine "competition"

* Strassenkinder Phnom Penhs sind komplett anders in Verhalten- und Denkweisen als Strassenkinder Suedafrika's

* Ein halbes Jahr ohne Warmwasser ohne es zu vermissen

* I love my work

* Etwas Gelerntes nach einem halben Jahr Asien: Warten und geduldig sein.

*Noch viel weitere Dinge erscheinen als Nichtig und Unwichtig wenn man an das Leben in Deutschland denkt

*Geruch, Wunden, Blut, Not... kein Ekelgefuehl mehr vorhanden

* Not schockiert mich noch weniger als nach Afrika (positiv sowie negativ zu sehen) 

*Ich freue mich auf "zu Hause" ... und doch will ich hier ganz und gar nicht weg

* Ich habe die beste Unterstuetzung zu Hause die man sich nur vorstellen kann 

 

 

11.8.08 08:32


Neue Gedanken A-Z

siehe links
9.8.08 06:10


Was sind schon 24 Tage?

Noch 24 Tage… fast 3 ½ Wochen. Es verwundert doch sehr wie schnell die Zeit vergeht…vergangen ist. 3 ½ Wochen erscheinen als „Nichts“ im Kontext der 6 Monate die ich hier verbringe… hier verbracht habe. Noch 24 Tage und dann wieder in die alte Welt… eine komplett andere Welt. Ankommen… ja dies wird etwas Zeit benötigen… ankommen und sich wieder zu Recht finden in das, was vor der Abreise doch so normal und alltäglich war. Von einem Tag auf den anderen ändert sich das ganze Umfeld… sicherlich ändert es sich wohl immer wenn man den gewohnten Ort verlässt, doch sind die Veränderungen von Kambodscha nach Deutschland wohl extremer als das was wir üblich erleben. Leicht wird es nicht werden… ganz und gar nicht… doch weiß man das Menschen und Gegebenheiten auf einen warten die einem das An- und zurückkommen erleichtern werden… es erleichtern wollen und ihr bestes dafür geben werden das ich mein Gefühl des Fernwehs für meine nächste Zeit in Deutschland Händeln kann. 

9.8.08 06:02


Das Mittelmaß zwischen zwei Extremen


…Zwischen Zuwenig und Zuviel

Geben… Man will geben… Alles geben was man kann- Helfen… Man will helfen…. So gut wie man nur kann. Man gibt viel Persönliches… versucht den Menschen ein Stück Glücklich sein zu bescheren… man versucht es… oft scheitert man… doch muss man auch fähig sein dieses Scheitern als ein solches ansehen zu können. Helfen klingt so einfach… auf den ersten Blick… doch gibt es verschiedene Arten von Hilfe. Man kann Menschen so viel geben, dass sie dadurch in ein ausgeprägtes Abhängigkeitsverhältnis mit einem treten. Man ermöglicht Ihnen ein Lebensstandard (nicht nur im materiellen Sinne) über einen gewissen Zeitraum den sie ohne die Anwesenheit des Helfenden nicht erfahren würden. An dieser Stelle kann man Stifte, Papier, Kleidung, Schuluniformen, Geld für Essen, Essen aber auch als ganz banal erscheinende Sachen wie Seifenblasen, Haarkämmen, Füße Waschen als Beispiel nennen.- Aber auch ganz menschliche Sachen wie das Schenken eines Lächelns, Hände halten und Aufmerksamkeit schenken sind Gegebenheiten die die Menschen oft nicht in dem Ausmaß erfahren (wenn überhaupt) wenn der Helfende nicht anwesend wäre.

Nun geht es um das Mittelmaß, die richtige Portionierung dieser – und noch viel weiteren- Güter. Alles geben ist oft nicht genug- und doch wiederum kann Alles oft zu viel sein. Sollte man nicht darauf achten das man die Menschen nicht in ein Abhängigkeitsverhältnis zum Helfenden versetzt. Sicherlich, wir tun dies alle ein Stück… manche weniger, manche mehr. Jedoch sollte man nicht regelmäßig seine Verhaltensweisen überdenken, sein Vorgehen selbst reflektieren und sehen welche Reaktionen das Helfen auslöst? Reaktionen die über das „Geholfengefühl“ hinausgehen. Der Abhängigkeitsaspekt spielt eine wichtige Rolle… denn so treten die Helfer nach einer gewissen Zeit wieder aus der Welt der Hilfebenötigten heraus. Was dann geschieht ist nicht mehr in den Händen der einst Helfenden. Doch erschweren sie den Leuten mit den sie gearbeitet haben den Abschied, denn jene müssen nun wieder ohne die Hilfe ihrer Helfer auskommen. Sie müssen das Gegebene wieder missen. Und oft ist es schwer selbst auf Kleinigkeiten und banale Dinge zu verzichten nachdem man sie in ihr Leben integriert hat.

Im Arbeitsfeld der Sozialarbeit spricht man von Hilfe zur Selbsthilfe. Sollten wir, die so viel geben wollen wir nur möglich, nicht den Leuten helfen, ihnen lehren ihr Leben meistern zu können. Sollten wir  nicht versuchen sie dazu befähigen auch ohne unsere Hilfe auszukommen. Sicherlich hört sich dies gefühllos an. Das man nur das Nötigste geben sollte. Aber gerade dies steckt nicht unter der Methode „Hilfe zur Selbsthilfe“. Es ist vielmehr als die Menschen ihr Leben eigens meistern zu lassen. Es bedeutet das richtige Maß zwischen Zuviel und Zuwenig zu Geben zu finden. Wir müssen viel geben, viele Emotionen und Verständnis zeigen. Und sicherlich brauchen die Leute Materielles wie Essen und Kleidung (und vieles mehr). Doch alles in Maßen… auch wenn wir fähig wären mehr zu geben. Und dies macht es gerade schwer. Seine Hilfe ein Stück zurückzunehmen.

Doch nur so machen wir den Hilfebenötigten Menschen den Abschied von uns leichter…. Und uns persönlich ebenfalls… denn wir wissen das sie auch ohne uns ihr Leben meistern können… durch unsere Hilfe sie selbst zum Leben zu befähigen.   

9.8.08 06:00


Video online...

9.8.08 05:54


Unnormales wird zur Normalität

... Unfaelle, jeden Tag vorhanden, regelmäßig sichtbar auf den Strassen Phnom Penhs... verrückte Strassen, voller Menschen Motos Menschen Kinder Essen... voll von Allem vorstellbarem.

Und in diesem Treiben Autos.... in der Enge von vollgepackten Strssen. Sie gleichen viel zu Groß um sich auf dem Asphalt fortbewegen zu können... doch trotzdem tun sie es... Ganz nah an den Motos.... lautes hupen stets hinter einem... manche Fahrer erschrecken von dem lauten Geräusch des dicht hinter oder neben sich befindenden Fahrzeugs  

Heute wieder ein sichtbarer zusammenstoß. An der Kreuzung gegenüber als wir an der Ampel warten... Regen... kalt...man beobachtet mit müdem Blick das Geschehen auf der Straße vor einem. Es knallt. Zwei Leute fliegen auf die Krezung. Ein Auto, groß, gleicht einem Jeep, fährt auf ein Moto das an der roten Ampel wartet auf. Das junge Mädchen und der ebenso junge Mann liegen auf der straße. Stehen auf und klopfen sich gegenseitig den Staub von der Kleidung. Kreuzungszuschauer genießen ersichtlich das Treiben. Ich bringe nur ein leises "Oh" hervor.  Das Auto reagiert sofort, dreht am Lenkrad, umfährt die zwei Personen, gibt Gas und fährt weiter. Kein Wundern, kein Entsetzen. Normalität. Das was wir schlicht weg Fahrerflucht nennnen ist hier das Standardverhalten nach Unfällen. Soetwas wie unsere ErsteHilfeMaßnahmen- Gaß geben und die Unfallstelle verlassen. unfallopfer beschweren sich nicht, flippen nicht aus... sie sind die Ruhe selber.

So schieben diese zwei Personen hinkend ihr Moto an den Fahrbahnrand und wir passieren die Unfallstelle. 

 

7.8.08 08:43


Bilder...

vom Leben der Community zwischen Mönchen, Elend, Glaube und im Glanz der Tempel

unter 

http://fotoalbum.web.de/gast/g.pierenkemper/watkoh

7.8.08 08:05


7.8.08 07:52


Moenche im Wat...

…und unter ihnen Familien und unglaublich viele Kinder.

Der Glaube scheint Kambodscha am Leben zu halten. Der Glaube an den Buddhismus lässt die meisten ihr Leben genießen… sie genießen etwas, was wir wohl ganz und gar nicht genießen könnten. Schlafen auf einer Holzvorrichtung in einer Ecke eines kargen Raumes… in jeder Ecke die Schlafstelle einer anderen Familie. Die Familien nicht immer die typische Konstellation. Vater Mutter Kind nicht oft vorhanden. Vielmehr Großeltern und Enkelkinder, Mutter mit Kindern (nicht mit Kind) und oft auch Frau oder Mann mit Kindern die in keinem Verwandtschaftsverhältnis zu ihnen stehen. Vollwaise finden oft unterschlupf im Wat… im prächtigen Tempel, von goldener Farbe geziert. In dieser ach so prächtigen Anlage… Hütten und kleine Häuser um den Tempel herum. Meist ziert ein großer Platz die Mitte der Anlage… ein Platz mit einer großen Glocke, die nicht wirklich eine Glocke ist aber eine Vorrichtung die als Glocke dient und das Zeichen, dass das Essen bereit steht von sich gibt. Die Hütten als Wohnstelle der Mönche…. Und der Kinder, der Armen, der Menschen die sich kein eigenes zu Hause leisten können. Diese nicht Mönche kochen, waschen für den orange und rot tragenden Teil der im Wat Lebenden und leben vor sich hin. Alkoholiker, Drogenabhängige, verhaltensauffällige Kinder, Kriminelle, unauffällige Familien, Marktverkäufer…. Ein buntes Volk zwischen den Mönchen.

Selbst die Mönche scheinen sich von dem nicht „Mönchleben“ anstecken zu lassen. Sie sitzen in guter Laune mit den nicht Orangetragenden auf dem Platz, rauchen, raufen und lachen. Natürlich nicht jeder der Buddhistischen Glaubensvertreter. Mein Kollege nennt diejenigen, die die buddhistischen Lebensregeln achten und befolgen, „gute Mönche“. Die anderen sind lediglich „Mönche“. Er selbst gehört zu dem Teil der kambodschanischen Bevölkerung der in solch einem Wat unter Mönchen lebt. Sein Lohn von 100$ ermöglicht ihm das Anmieten eines Apartments nicht.

So arbeiten wir heute im Wat. Rechts neben uns ein Junge der sich wohl durch den Marihuanagenuss in eine andere Welt versetzt, links eine Frau die meine weiße Haut nicht mehr loslässt und die nächsten 2 Stunden über meinen Arm streichelt, auf meinem Schoß ein Baby wessen Wunden ich versorge , vor mir 5 Kinder Bilder ausmalend kniend vor einer Bank und hinter mir verteilt auf dem Gelände Mönche, einer lesend, der andere rauchend und wiederrum ein Anderer lachend in einer Nichtmönchmännerrunde.

 -Eine Bunte Welt-

5.8.08 11:29


Ferne und Fernweh schoen und gut

,aber dann sind da doch vereinzelt diese Momente in denen die Heimat ruft.

Heimweh habe ich waehrend meines Auslandsaufenthalten noch nie wirklich verspuert, aber nun gibt man hier in der Ferne Alles um zu Helfen und fuer Leute da zu sein und laesst dadurch so manch seiner Lieben zu Hause im Stich... Geschehen in der Familie, Freunde denen es schlecht geht. Man liest E-Mails, bekommt Briefe und hoert die Stimmen trauriger Menschen am Telefon... und man selbst ist so weit weg. Ich fuehle mich schlecht.. wuerde gerne da sein fuer die Person der es nicht gut geht und die nach meinem Rat fragt.... im fernen zu Hause. Ich frage mich ob es nicht egoistisch ist so lange weg zu bleiben. Ich weiss, dass ich meinen Weg gehen muss, das was ich fuer mein Glueck brauche verwirklichen sollte... und auch will.

Und doch ist da wieder der Zweifel... meine Lieben alleine zu lassen.

Und doch bin ich gluecklich bei dem was ich mache.. und um so schlechter fuehle ich mich... weil es Mir hier unendlich gut geht

29.7.08 10:59


Zweifel

Zweifeln ist wohl was Natürliches. Jeder tut es. Man kommt an Stationen im Leben an, trifft auf Sachen und Gegebenheiten an denen man anfängt an seinem eigenen Handeln zu zweifeln. Auch ich bin an solch einem Punkt angelangt. Tu ich das Richtige hier? Kann man Leuten wirklich helfen in denen man in anderen Ländern präsent ist, sein Wissen anwendet… Und wenn ich genauer drüber Nachdenken verwerfe ich meine Zweifel wieder denn ich weiß dass die Hilfe notwendig ist um Veränderungen hervorzurufen. Veränderungen… etwas was das Land hier so nötig hat.
Doch dann frage ich mich ob ich das mein Leben lang machen kann. Arbeit ist sicherlich immer anstrengend… oder kann dies zumindest sein, aber die Arbeit hier macht müde. Sehr müde. Keine Auszeit vom Leid, vom Elend. Tagtäglich in den Slums, den ärmsten Wohngegenden der Stadt unterwegs. HIV, TB, Hepatitis, Unterernährung… tägliche Themen mit denen man Konfrontiert wird. Man härtet ab. Geschockt bin ich seit meiner Arbeit in Afrika durch gar nichts mehr habe ich das Gefühl. Aber will man das? Sicherlich muss man „abgehärtet“ sein für solch eine Arbeit, aber will man denn wirklich dass einen das alles nicht mehr schockiert. Will man wirklich in der Position sein dass man das Notleiden von Menschen ohne mulmiges Gefühl hinnimmt. Sicherlich möchte ich an dieser Stelle nicht sagen, dass mich das alles gar nicht berührt. Aber es gibt verschiedene Stadien von „Berührtsein“. (habe ich für mich zumindest herausgefunden). Das extreme schockiert sein wenn man sich das aller erste Mal in einer Elendssituation befindet, die Schreckenssituation an sich persönlich heranlassen und emotionsvoll damit umzugehen-
Die Position an der einen das Elend anderer berührt, man es nicht schön findet es einen aber nicht mehr schockiert da es nichts „Neues“ (sicherlich ist jede Situation immer Neu auf einer gewissen Art und Weise) mehr ist- und dann gibt es noch den Moment an den man einfach routiniert im Schrecken steht und es an einem völlig vorbei geht wie schrecklich es ist. Sicherlich ist letzteres grausam…jedoch muss man eine Mischung aus zweitem und drittem Stadium an den Tag legen um auf Dauer in solche einem Job persönlich klar zu kommen.
Dann frage ich mich jedoch ob man manchmal nicht einfach völlig emotionsvoll sein möchte, nach Hause kommen  und weinen möchte, da man schreckliches Notleiden von Menschen gesehen hat. Über das Stadium bin ich schon lange hinaus. Klingt gut für den Job, menschlich gesehen zweifel ich jedoch.
Ich weiß dass meine Arbeit hier meine Zukunft ist. Das was ich möchte, mein Wissen auf diesem Gebiet einsetzen. Jedoch kommen trotzdem manchmal Zweifel auf ob es das Richtige ist… jedoch sind Zweifel wohl so natürlich das es wiederum unnatürlich wäre wenn man nicht Zweifeln würde.
Zweifel sind also nötig um sich selbst und seine Tätigkeiten zu reflektieren.
So bin ich doch irgendwie froh zu zweifeln, auch wenn es nicht das Schönste Gefühl auf der Welt ist sich negativ mit seinen Sachen zu beschäftigen… so zeigt es mir  jedoch wieder erneut was ich will und das sich das was ich tue Richtig anfühlt… Richtig für mich.
29.7.08 03:46


Die Rolle der Frau in Kambodscha

Für die GenderFanatiker unter den Lesern meines Blogs:
·        60% der über 25Jährigen sind Frauen
·        30% der Frauen führen ohne einen Mann ihren Haushalt (Es ist üblich das Männer ihre Frauen mit Kindern einfach sitzen lassen)
·        54% der Wähler sind Frauen
·        60% der Arbeiter im landwirtschaftlichen Bereich sind Frauen
·        67% der Fabrikarbeiter sind Frauen (Meist die Mädels verschwinden oft aus dem Waisenhaus um in den Regierungsfabriken Geld für ihre Familien zu verdienen)
·        Eine Frau arbeitet durchschnittlich 16 Stunden/pro Tag  (Im Vergleich mit einem Arbeitstag zu Hause ganz schön viel)
·        Auf jede Frau kommen durchschnittlich 5 Kinder (Auch hier wieder die viel zu viele Kinder Thematik)
·        10% der Parlamentsabgeordneten sind Frauen (Nicht wirklich verwunderlich)
·        19% der Studenten sind Frauen (Die Hausfrauenrolle ist einfach noch viel zu sehr in der Kultur verankert)
·        Fast 1% der Frauen sterben bei einer Geburt (Bei der Durchschnittsanzahl von 5 Kindern ist das Risiko also nicht sehr gering)
Die Mädchen werden im mit einem Wollknäuel und die Jungen mit einem Diamanten verglichen… Ein Diamant lässt sich leicht reinigen, wenn er in den Dreck fällt… sagt die Gesellschaft der Khmer.
Verrückte  Welt… wie oft sage ich mir dies am Tag… sehr oft.
29.7.08 03:45


Thoughts of the weekend

Die kambodschanische Verfassung schreibt, dass Kinder verpflichtet sind, sich um ihre Eltern zu kümmern und sie im Alter angemessen zu versorgen. Da in Kambodscha kein Rentensystem existiert besteht darin die einzige Chance den Eltern ein angemessenes Altern zu ermöglichen. Doch die Realität lässt meist nicht zu, den Verfassungsgrundsatz zu ermöglichen. „Eltern können 10 Kinder ernähren aber 10 Kinder können nicht ihre Eltern ernähren“ sagt ein Sprichwort hier. Ein Sprichwort, dass die  Realität widerspiegelt.
Ein Drittel der Bevölkerung muss pro Tag mit einem Euro auskommen- wie sollen Kinder davon noch ihre Eltern versorgen?
Das größte Problem stellt das Auftreten von Krankheitsfällen dar. Oftmals stehen Großeltern oder Eltern vor der Entscheidung ins Krankenhaus zu gehen und somit die Zukunft ihrer Kinder aufs Spiel zu setzen da sie für einen Krankenhausaufenthalt ihre einzige Kuh oder ihre Reisfelder verkaufen müssten. Es gilt also eine Entscheidung zugunsten seiner eigenen Zukunft oder zugunsten der seiner Kinder zu treffen.
29.7.08 03:44


Experiencestory VII zu lesen

siehe links „Workexperiences“
25.7.08 12:00


Viel Gerede...

ueber die Wahlen... was passieren wird, was nicht passieren wird, dass es gefaehrlich sein wird auf den strassen, dass man unbesorgt sein kann...

letztendlich wartet man ab... niemand weiß was geschehen wird....

in diesem Land ist alles möglich...

weiterer Artikel zum lesen unter:

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/1998/0724/none/0045/index.html

sicherlich dramatisieren die Medien, vorallem im Ausland in extremer Art und Weise... allerdings zeigt der Artikel was aufjedenfall passieren könnte... auch wenn ich persönlich nicht daran glaube 

24.7.08 13:00


nochmal neue bilder...

hinzugefuegt zu "SlumsReloaded"

siehe  

fotos.web.de/g.pierenkemper/SlumsReloaded

24.7.08 12:29


Rote Khmer Fuehrer vor Gericht

Ein weiteres Thema dass in der Stadt fuer Aufruhr sorgt...

Man spricht von "DER Verhandlung in der Geschichte Kambodschas"

Interessanter Artikel unter:

 http://www.tagesschau.de/ausland/rotekhmer8.html

 

22.7.08 08:39


Informationen zur Wahl

Die Drei Hauptinvolvierten Parteien im Wahlkampf am kommenden Sonntag

 

I. FUNCIPEC

Die FUNCINPEC ist eine königstreue kambodschanische Partei und bildete zusammen mit der Kambodschanischen Volkspartei (KPP) bis März 2006 die Regierungskoalition in Kambodscha. FUNCINPEC ist die französische Abkürzung für Front Uni National pour un Cambodge Indépendant, Neutre, Pacifique, et Coopératif, auf deutsch Nationale Einheitsfront für ein unabhängiges, neutrales, friedliches und kooperatives Kambodscha. Sie hat zur Zeit 26 von 123 Parlamentssitzen aufgrund eines Stimmanteils von 20,8 % bei den Wahlen 2003.

Ihre Ursprünge gehen zurück auf den früheren König von Kambodscha, Norodom Sihanouk. Bis zum 18. Oktober 2006 war sein zweitältester Sohn, Prinz Norodom Ranariddh der Parteivorsitzende, sein Nachfolger ist der bisherige Generalsekretär Nhiek Bun Chhay, der die Koalition mit der KPP fortsetzen möchte. Während der 1980er Jahre war die Partei Teil des politischen und bewaffneten Widerstands gegen die von Vietnam eingesetzte damalige Regierung.

Heute setzt sich die Partei für freie Marktwirtschaft und ein neutrales Kambodscha ein.

 

II Sam-Rainsy-Partei

Die Sam Rainsy Partei ist eine liberale Partei in Kambodscha und ist nach ihrem Vorsitzenden, Sam Rainsy benannt. Sie ist Mitglied des Rates asiatischer Liberaler und Demokraten und hieß bis 1998Khmer-Nation-Partei (Grund für die Umbenennung waren Probleme mit der Zulassung zu den Wahlen zur kambodschanischen Nationalversammlung).

 

III Kambodschanischen Volkspartei

Die Kambodschanische Volkspartei (in Khmer Kanakpak Pracheachon Kâmpuchéa oder KPK; engl. Cambodian People's Party bzw. CPP) bildet zusammen mit der FUNCINPEC die Regierungskoalition in Kambodscha und stellt den gegenwärtigen Ministerpräsidenten.

Die Kâmpŭchea'sche revolutionäre Volkspartei (engl. Kampuchean People's Revolutionary Party, KPRP) war von 1979 bis 1991 die alleinregierende Partei in Kambodscha. Während der von den UNKambodschanische Volkspartei um.

Die Partei kam nach der vietnamesischen Invasion 1979 an die Macht, in deren Folge das diktatorische Regime der  Roten KhmerVolksrepublik von Kâmpŭchea  installiert wurde. Dabei wurde sie von vietnamesischen Truppen unterstützt. In den 1980er Jahren musste sie sich mit dem innerkambodschanischen Widerstand auseinandersetzen, der sich aus den wiedererstarkten Roten Khmer und - in geringerem Maße - aus dem bewaffneten und politischen Widerstand der königstreuen FUNCINPEC und der republikanischen Nationalen Khmer-Volksbefreiungsfront (Khmer People's National Liberation Front bzw. KPNLF) zusammensetzte. Alle drei Widerstandsbewegungen appellierten trotz sehr unterschiedlicher Ideologien vor allem an das starke Nationalgefühl der Khmer-Volksgruppe, indem sie der Regierung vorwarfen, nur eine Marionette der Vietnamesen zu sein. gestürzt und die

Viele Funktionäre der KPK waren früher Mitglieder der Roten Khmer, die vor deren mörderischem Regime nach Vietnam fliehen mussten. Prominente führende Parteimitglieder wie Heng Samrin und Hun Sen gehörten zu den Kadern der Roten Khmer nahe der kambodschanisch-vietnamesischen Grenze und nahmen an der vietnamesischen Invasion teil.

Die KPK begann als rein marxistisch-leninistische Bewegung, wandte sich aber Mitte der 1980er Jahre im Verlauf eines Reformprozesses mehr und mehr marktwirtschaftlichen Ideen zu und verankerte diese in der kambodschanischen Gesellschaft, indem sie Privateigentum wieder zuließ.

*Quelle:Wikipedia* 

22.7.08 08:20


Kambodscha und ein aussergewoehnlicher Wahlkampf

… fuer mich aussergewoehnlich.

Am Sonntag… Kambodscha waehlt.

Die Stadt spielt verrueckt, der Rest des Landes vermutlich auch.

Ein Wahlkampf der mich an die Zeiten des Hitlerregimes erinnert… Menschenmassen laufen die Strassen auf und ab, mal groessere mal kleinere. Die groesseren Massenbewegungen zaehlen gewiss 400-500 Leute, die kleineren koennen aus einem Auto oder ein paar mehr Menschen bestehen. Die Strasse fuer fast eine Stunde gesperrt. Ich sitze am MArktrand und verkaufe Bananen fuer meine Bananalady die neben mir sitzt und das Geschehen betrachtet. Hunderte von Menschen fahren und gehen an uns vorbei, Fahnen schwenkend. Autots, TukTuks, Motos und Laster- die Ladeflaechen voller Menschen in T-shirts mit Parteilogos versehen. Drumherum Menschen die neben den Fahrzeugen Flyer verteilen… das Parteiprogramm. Alle Fahrzeuge geschmueckt von Parteipostern und Fahnen. Jedes zweite Fahrzeug traegt einen Lautsprecher auf dem Dach aus dem Wahlpropaganda ertoent. Nach in etwa jedem 4ten Satz der aus den Lautsprechern ertoent jubeln die Menschen, ein lautes Jubeln ist auch vom Band zu hoeren. Die Leute am Strassenrand starren auf die Autos. Bei jedem Jubeln klatschen und jubeln viele von ihnen mit. Waehrned dem Jubellaut wird ein Arm hochgerissen… ich fuehle mich nicht wohl.

Solche Ereignisse… oft waehrend den letzten 3 Wochen.

Nun, die letzte Woche vor der Wahl… es geschieht taeglich ueberall.

Die Parteianhaenger stuermen in die Bars, Cafes, Restaurants um Waehler zu gewinnen.

Man steht ueberall im Stau und Lautsprecher mit Wahlpropagandaspruechen sind ueberall zu hoeren. Ueberall… zu Hause waehrend dem Abendessen, auf dem MArkt, waehrend der Arbeit in den Slums und auch gerade jetzt, waehrend ich in einem Café Tee und lunch geniesse.

Auch die Slums sind voller Wahlhelfer. Sie verteilen Nahrungsmittel und Kleidung… Bestechung wuerden wir es nennen. Hier- ganz normal. Wer mir am moisten Materielles biettet den waehle ich auch… verrueckte Welt.

Eine Partei verteilt Bustickets.. Freifahrtscheine in die Heimatprovinzen. Man muss dort waehlen wo man registriert ist. Die moisten Bewohner PhnomPenhs begeben sich Samsatg somit auf den Weg in die Provinzen. Sonntag sowie Montag.. Tage an denen wir das Haus nicht verlassen warden. Keiner weiss was geschehen wird. Es gab schon einige Tote… einige Schiessereien in der Stadt.

So wartet man auf das Chaos, das hoffentlich ausbleibt.

22.7.08 08:05


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