Phnom Penh - Cambodia


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Das Mittelmaß zwischen zwei Extremen


…Zwischen Zuwenig und Zuviel

Geben… Man will geben… Alles geben was man kann- Helfen… Man will helfen…. So gut wie man nur kann. Man gibt viel Persönliches… versucht den Menschen ein Stück Glücklich sein zu bescheren… man versucht es… oft scheitert man… doch muss man auch fähig sein dieses Scheitern als ein solches ansehen zu können. Helfen klingt so einfach… auf den ersten Blick… doch gibt es verschiedene Arten von Hilfe. Man kann Menschen so viel geben, dass sie dadurch in ein ausgeprägtes Abhängigkeitsverhältnis mit einem treten. Man ermöglicht Ihnen ein Lebensstandard (nicht nur im materiellen Sinne) über einen gewissen Zeitraum den sie ohne die Anwesenheit des Helfenden nicht erfahren würden. An dieser Stelle kann man Stifte, Papier, Kleidung, Schuluniformen, Geld für Essen, Essen aber auch als ganz banal erscheinende Sachen wie Seifenblasen, Haarkämmen, Füße Waschen als Beispiel nennen.- Aber auch ganz menschliche Sachen wie das Schenken eines Lächelns, Hände halten und Aufmerksamkeit schenken sind Gegebenheiten die die Menschen oft nicht in dem Ausmaß erfahren (wenn überhaupt) wenn der Helfende nicht anwesend wäre.

Nun geht es um das Mittelmaß, die richtige Portionierung dieser – und noch viel weiteren- Güter. Alles geben ist oft nicht genug- und doch wiederum kann Alles oft zu viel sein. Sollte man nicht darauf achten das man die Menschen nicht in ein Abhängigkeitsverhältnis zum Helfenden versetzt. Sicherlich, wir tun dies alle ein Stück… manche weniger, manche mehr. Jedoch sollte man nicht regelmäßig seine Verhaltensweisen überdenken, sein Vorgehen selbst reflektieren und sehen welche Reaktionen das Helfen auslöst? Reaktionen die über das „Geholfengefühl“ hinausgehen. Der Abhängigkeitsaspekt spielt eine wichtige Rolle… denn so treten die Helfer nach einer gewissen Zeit wieder aus der Welt der Hilfebenötigten heraus. Was dann geschieht ist nicht mehr in den Händen der einst Helfenden. Doch erschweren sie den Leuten mit den sie gearbeitet haben den Abschied, denn jene müssen nun wieder ohne die Hilfe ihrer Helfer auskommen. Sie müssen das Gegebene wieder missen. Und oft ist es schwer selbst auf Kleinigkeiten und banale Dinge zu verzichten nachdem man sie in ihr Leben integriert hat.

Im Arbeitsfeld der Sozialarbeit spricht man von Hilfe zur Selbsthilfe. Sollten wir, die so viel geben wollen wir nur möglich, nicht den Leuten helfen, ihnen lehren ihr Leben meistern zu können. Sollten wir  nicht versuchen sie dazu befähigen auch ohne unsere Hilfe auszukommen. Sicherlich hört sich dies gefühllos an. Das man nur das Nötigste geben sollte. Aber gerade dies steckt nicht unter der Methode „Hilfe zur Selbsthilfe“. Es ist vielmehr als die Menschen ihr Leben eigens meistern zu lassen. Es bedeutet das richtige Maß zwischen Zuviel und Zuwenig zu Geben zu finden. Wir müssen viel geben, viele Emotionen und Verständnis zeigen. Und sicherlich brauchen die Leute Materielles wie Essen und Kleidung (und vieles mehr). Doch alles in Maßen… auch wenn wir fähig wären mehr zu geben. Und dies macht es gerade schwer. Seine Hilfe ein Stück zurückzunehmen.

Doch nur so machen wir den Hilfebenötigten Menschen den Abschied von uns leichter…. Und uns persönlich ebenfalls… denn wir wissen das sie auch ohne uns ihr Leben meistern können… durch unsere Hilfe sie selbst zum Leben zu befähigen.   

9.8.08 06:00
 


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