Phnom Penh - Cambodia


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Ein weiterer Tag ganz nah am kambodschanischen Leben

auch heute wieder ein außergewöhnlicher Sonntag.

Der Nachmittag wieder erneut geprägt von einer Einladung ins kambodschanische Leben. Nach meinem Motofahrer nun meine Köchin. „Meine Köchin“, wie schrecklich und seltsam doch dass klingt. „Mein Fahrer“, meine „Köchin“… wenn ich das so betrachte fühle ich mich gerade recht schlecht…

Also die Köchin, eine Herzensdame, eine der wichtigsten Personen hier für mich. Menschlich, herzensgut, emotionsvoll, meine Khmerlehrerin, ganz und gar nicht englischsprechend, die Frau die mich mit Medikamenten versorgt, mir bei einer Grippe Suppe kocht, mir morgens meine Hand hält-einen wunderschönen Tag wünscht und mir ein Stück Ananas in die Arbeitstasche steckt. Der Frau der ich regelmäßig beim kochen helfe,  die Frau die ich in eine internationale Klinik bringe wenn’s ihr schlecht geht, die Frau deren Sohn ich Englischunterricht bezahle… und die Frau die einen wesentlichen Teil dazu beiträgt das meine Kambodschazeit das ist, was sie für mich ist…. Wundervoll!

Ein Nachmittag in ihrem Haus… 3 Kinder und alleinerziehend. Der Mann hat sie nach der letzten Schwangerschaft, wie die meisten Männer hier, verlassen und ist einfach von dannen gegangen. 12, 14 und 20 Jahre  sind die Söhne. Die zwei Jüngsten am Wochenende öfters bei uns im Apartment anzutreffen… fernsehgucken, malen, lachen, die  Terrasse mit Wasser überfluten und mit lebenden Krabben vom Markt als Spielzeug an einem Faden als Leine gebunden durch das Haus wandern…. Herzig, wie ihre Mutter.

Eine Einladung in ihr Haus… heute… ich bin gespannt…

Das Haus klein, aber ich würde es als was Besseres als die „Hütten“ über die ich sonst schreibe bezeichnen. Auf Stelzen… Ein großer Raum, in der Mitte abgetrennt von einer halben Wand. Es ist dunkel, aber es gibt Elektrizität. Auch wenn die Leitungen (definitiv selbstgelegt wenn man diese betrachtet) Ganz sicher sind diese jedoch nicht denke ich mir. Kurze Zeit später erfährt man auch, dass der Fernseher einige Wochen zuvor aufgrund der Leitungen explodiert ist. Meine Meinung über den Sicherheitsaspekt wird also mit einem praktischen Beispiel bestätigt. So verbringen wir 2 Stunden an diesem Ort… mit Wasser, Kindern die Ausmalbücher und unsere mitgebrachten Khmer-Englisch-Bücher offensichtlich gerne haben und rumsitzen. Die Mutter unserer kambodschanischen „Mutter“ hält meine Hand ab und zu ganz fest und umarmt einen aus dem Nichts  kommend. Herzallerliebst strahlt sie einen mit ihrem von rotem  Speichel übersäten Gesicht an… roter Speichel… hört sich grausig an… sieht auch grausig aus… ist aber eine ganz „ungrausige“ Angelegenheit. Zur Erklärung zitiere ich aus einem Reiseführer:

-  Betel hat eine milde, narkotisierende Wirkung die süchtig machen kann. Heutzutage wird die Tradition des Betelkauens fast nur noch von alten Frauen gepflegt, die unschwer an ihren gefurchten blutroten Lippen und den roten Zähnen zu erkennen sind. Ein Betelpfriem besteht aus dem großen flachen Blatt einer Pflanze aus der Familie des Pfeffers, das mit einer Paste aus gelöschtem Kalk bestrichen und um ein Stück Betelnuss gewickelt wird. Das kauen dieser Kombination zieht blutroten Speichel zusammen, der ausgespuckt wird. Betel spielte eine zentrale Rolle in vielen traditionellen Zeremonien. Bei Hochzeiten stand er beispielsweise im Mittelpunkt der religiösen Handlungen, bei denen ein Teller mit Betelblättern sowie schmucke Behälter mit Nüsse und Paste den Ehrenplatz inmitten aller Opfergaben einnahmen. -      

Die Umgebung, die anliegenden Gassen und Häuser, Straßenstände werden auch noch besichtigt. Eine Weberei… solch ein großer Webstuhl unheimlich faszinierend…für mich.

Mein Fahrer auch wieder dabei… immer an meiner Seite.. zum übersetzen, zum lachen und zum einfach Dasein. [nebenbei ist er auch ein guter Bekannter der Köchin]. Beide stets besorgt um mich. Komme ich nicht direkt von der Arbeit nach Hause ruft die Köchin den Fahrer an um zu wissen wo ich bin. Fahrer ruft wiederum mich an um mir zu sagen das Köchin fragt wo ich sei. Mir kann also nichts passieren auf den Straßen in Phnom Penh. Mindestens zwei Leute suchen nach mir… ein komisches aber schönes Gefühl.

So ist dieser Tag im kambodschanischen Leben wunderschön.

Ich danke dafür dass ich solche Erfahrungen und Eindrücke sammeln kann.

Verbildlichungen unter:

http://fotoalbum.web.de/gast/g.pierenkemper/NietsHouse

Zusehen.

21.8.08 12:01
 


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