Phnom Penh - Cambodia


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Außergewöhnlicher Freitag…

mein letzter Arbeitstag auf den Straßen Phnom Penh’s.-Die nächste, meine letzte Arbeitswoche widme ich den Kindern im Waisenhaus. Habe genügend Eindrücke auf den Straßen gesammelt. Sicherlich, es gibt immer wider neue Eindrücke aber zwecks Diplomarbeit wurden schon genügend Gedanken gesammelt. Also Center…

Aber heute noch Straße. Etwas besonderes will man mir zeigen an meinem letzten Tag. Kurzerhand beschließen alle restlichen streetfacillitators uns zu begleiten. Also sind es fünf Motos, meine holländische Mitvolontierin, 5 Streetfacilitators , 2 Japaner (was auch immer deren Aufgabe ist) und ich.

Die Müllkippe…. Ein „Bekannter Platz für das Elends Phnom Penh“. In der Presse, im Feld der Straßensozialarbeit, in der Politik… jeder schenkt diesem Platz seine Aufmerksamkeit. Es heißt der „schlimmste Platz Phnom Penhs“… (das mit dem „schlimmsten“ kann man wohl so oder so sehen). Als Sozialarbeiter etwas was man hier wohl unbedingt gesehen haben muss sagt man mir. Es geht hierbei nicht um einen Besichtigungsausflug, eine Touristenattraktion nicht um einfach Leid sehen und bestaunen zu können es geht bei einem Besuch um viel mehr… um zu Verstehen… es hilft zu verstehen wieso, weshalb warum…. Diese Leute dort und auf den Straßen das machen was sie machen.

Also Müllkippe… Menschen und vor allem Kinder vor , auf und in ihr. [siehe pictures unter: [http://fotoalbum.web.de/gast/g.pierenkemper/Muelkippe]

Viele Kinder ersticken im Müllberg auf ihrer Suche nach Plastik, Papier, etc. an den chemischen Dämpfen. Wir (Mariel und ich- der Rest ist nicht so schamlos im sich mit Matsch zu übersäen) klettern die Matschstraße zur Kippe hoch. Umso näher man kommt um so größer wird der Berg vor einem. Erst ganz nah an ihm wird uns seine volle Größe bewusst. Erschreckend und irgendwie auch doch nicht. … einfach nur gewaltig.

Um den Tag noch spezieller zu machen fahren wir hinter zum Haus eines Kollegen und verbringen somit die darauffolgenden Stunden außerhalb der Stadt. Erst um 14 Uhr müssen wir zurück im Office zum Meeting zurücksein. Wieso sollte man an solch einem herrlichen sonnigen Tag auch seine Arbeitszeit mit Arbeiten verbringen.

Also raus aus der Stadt. Es gleicht einem Familientagesausflug. Fünf Motos, Neun Leute die an jeder zweiten Ecke stehenbleiben um auf die Zurückliegenden zu warten.

Der Kollege wohnt außerhalb.

Außerhalb stellt sich als 45 Minuten Landweg heraus.

Außerhalb stellt sich auch noch als wunderschön heraus und macht mir daher absolut gar nichts aus.

Reisfelder, unbefestigte Straßen, Straßenstände, Kühe und Ziegen auf den Straßen… etwas in das man in Phnom Penh City wohl nicht in den Genuss kommt. Lunch, gekocht von seiner Frau. Fisch, Reis, Hühnchen, Salat, Erdnusssoße und jede Menge Obst. Die Frauen unter unserer Besuchertruppe helfen eifrig bei der Zubereitung (Mariel und ich nicht…. Die Japanerin wohlbemerkt ebenso wenig).

Wir und Mr. Vithear essen Obst. Lunch. Sehr gut. Der Fisch und die Erdnusssoße ein Gedicht!

Danach Schlafen. Nicht für uns. Auch hier wird man wieder dazu angehalten doch zu schlafen. Wir ziehen einen Spaziergang Richtung Reisfelder vor. Begleitet von Mr. Vithear (der zweite Mann unter unseren Kollegen) gehen wir durch die Reisfelder, schmutzen uns erneut ein, versuchen Kambodschanern zu erklären dass dies gar nicht schlimm ist da man Füße doch schließlich Waschen kann. Wie ruhig und entspannend es ist. Kühe, Kinder (auch hier wieder nackt) laufen über die Straßen, die Frauen sitzen alle auf Holzbarren vor ihren Türen und nähen, schauen oder reden leise miteinander. Fern ab vom lauten Chaos Phnom Penhs (und Phnom Penh ist definit eine der lautesten und chaotischsten Städte die ich kennengelernt habe). Nachdem meine zwei männlichen Kollegen mir zeigen wie man sich „richtig“ die Füße wäscht und es selbst übernehmen nachdem ich wohl nicht auf richtiger Art und Weise meine Füße gesäubert habe sitzen wir (Mariel, der Kollege und ich) draußen auf einer Art „Bank“ und schauen in die Ruhe…. Der Rest der Truppe liegt im Haus (welches nur aus einem einzigen Raum besteht- das Bett befindet sich hinter einem Vorhang, die Kochstelle draußen hinter dem Haus) auf dem Boden verteilt und schläft. Der Anblick genial. Typisch Kambodschaner. Immer Schlafen. Im Büro liegen sie auch in der Mittagspause verteilt auf dem Boden des Meetingraums und schlafen. Ich liebe diesen Anblick immer wieder aufs Neue. Zu Hause doch unvorstellbar.

Um halb zwei (das man zu spät zum Meeting zurück sein wird ist so ziemlich unwichtig) macht sich die Motogruppe wieder auf den Weg Richtung Stadt. Die Sonne scheint immer noch, fast ist es schon zu heiß (meine Kollegen beschweren sich es sei zu heiß, ich jedoch liebe es… fange jeden einzelnen Sonnenstrahl ein bevor es in 1 ½ Wochen wieder ins kalte Deutschland geht.

… und wieder ein weiterer Tag ganz nah am kambodschanischen Leben.

23.8.08 04:08
 


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